Budenzauber 2026

Bühne frei für den Budenzauber 2026.
Das ist neu beim Budenzauber:
Am Dienstag startet die Hallenfußball-Großveranstaltung in Emstek mit insgesamt elf Turnieren.
Thorin Mentrup

Emstek Es wird kein Budenzauber wie jeder andere werden, das ist allen Beteiligten beim SV Emstek klar. Ohne den Initiator Hannes Schütte, der im vergangenen Sommer verstorben ist, ist die Großveranstaltung, die den SVE weit über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, nicht dieselbe.
Und doch wird Schütte beim Budenzauber eine Rolle spielen, insbesondere beim Höhepunkt am Sonntag, 4. Januar.

Das Herrenturnier, das wie gewohnt den Abschluss der Großveranstaltung bildet, hat nämlich einen neuen Namen bekommen. Der „Wessendorf-Cup“ ist nach mehr als 25 Jahren Geschichte. An dessen Stelle tritt der „Hannes Schütte Team-Cup – powered by Wessendorf“. Sowohl dem Verein, aber auch Wessendorf als langjährigem Sponsor war es wichtig, Schüttes Namen in Ehren zu halten.
„Wir haben über einige Möglichkeiten nachgedacht“, sagt Björn Klausing, Teil des Orgateams und der ersten Emsteker Herrenmannschaft.

Ein Banner, eine Ansprache – Ideen gab es einige. Entstanden ist letztlich ein komplett neuer Cup, vor allem auf Wirken von Franz Wessendorf, Geschäftsführer des Emsteker Unternehmen. „Wichtig war ihm, aber auch uns, dass Hannes als Hauptinitiator im Namen auftaucht, aber auch der Begriff ,Team’.
Letztlich ist der Budenzauber ein Riesenturnier. Hannes war der Vorreiter, aber auf den Platz bekommt man es nur als Team. Ohne die Zusammenarbeit, und da darf man nicht die Jugendabteilung und den Jugendvorstand vergessen, würde das nicht funktionieren. Diesen Gedanken wollen wir mit dem neuen Namen auch ausdrücken“, erklärt Klausing die Hintergründe.

Wessendorf fügte unlängst in einer Mitteilung hinzu: „Gleichzeitig möchte ich aber auch die schon in den letzten Jahren eingeführte neue Führungsgeneration um Björn Klausing motivieren, diesen ältesten Budenzauber der Region im Sinne von Hannes Schütte und den anderen Teammitgliedern des Organisationskomitees weiterzuführen.“ Nicht zuletzt dank der vielen Helfer habe sich der Budenzauber „als Veranstaltung etabliert, die ihresgleichen sucht“.

Davon zeugt nun auch ein neuer Pokal, ein Unikat aus erlesener Herstellung: Die Trophäe kommt aus der Silbermanufaktur „Koch & Bergfeld“ aus Bremen, die unter anderem die Meisterschale und den DFB-Pokal instand hält und graviert. „Auf dem neuen Pokal ist Platz für 20 Sieger“, verrät Klausing und hat einen Wunsch: „Es wäre toll, wenn als erster Sieger der SV Emstek eingraviert werden würde.“ Das würde sicher auch Hannes Schütte erfreuen.

Die Emsteker sind als Kreisligist Außenseiter. Im Feld am Sonntag stehen außerdem die Landesligisten SV Bevern (Titelverteidiger) und SFN Vechta, die Bezirksligisten SV Bethen, SV Höltinghausen, RW Damme und SV Holdorf sowie Emsteks Kreisliga-Rivale SV Cappeln.
Sie spielen um insgesamt 2000 Euro Preisgeld – auch in dieser Hinsicht hat das Turnier draufgepackt.

Apropos draufpacken: Das ist für den Budenzauber insgesamt kaum mehr möglich. Vier Turniertage mit weit mehr als 100 teilnehmenden Mannschaften wird der SVE von Dienstag an schultern. Am Montag beginnen die Aufbauarbeiten in der Dreifachsporthalle in der Ostlandstraße, tags darauf geht es dann von 9 Uhr an in die Vollen.
„Die Mannschaften rennen uns die Bude ein“, fasst es Jugend-Abteilungsleiter Rainer Hülskamp zusammen. Die Teilnehmerfelder sind schnell gefüllt, denn „auch überregional haben wir viele Anfragen“. Daraus schlussfolgert Hülskamp: „Emstek hat sich einen Namen gemacht.“

Wobei der Fokus dieses Mal wieder stärker auf Teilnehmern aus der Region liegt als im Vorjahr. Den 30. Geburtstag des Budenzaubers feierten die Emsteker im Vorjahr im Juniorenbereich unter anderem mit dem SV Meppen, Werder Bremen, dem Brinkumer SV, den SF Lotte und dem VfB Oldenburg.
Insgesamt stehen zusätzlich zu den beiden Turnieren für Herrenteams (Samstagabend steigt zudem der ebenfalls neue Creon-Cup) neun Turniere für den Nachwuchs von der G- bis zur A-Jugend auf dem Plan.

Von morgens bis abends werden zahlreiche Helfer in der Halle sein. Weil Silvester auf einen Mittwoch und Neujahr auf einen Donnerstag fallen, weichen die Emsteker vom gewohnten Budenzauber-Rhythmus ab. Der Donnerstag, sonst der Auftakttag, entfällt, dafür geht es nun dienstags los. Am Eifer der Emsteker wird das nichts ändern. Im Gegenteil: Sie werden alles geben, damit auch die 31. Auflage des Budenzaubers zum Erfolg wird – nicht zuletzt im Gedenken an Hannes Schütte.

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